Ab 1. Oktober Pflicht: Millionen Deutsche müssen den Heizungs-Check machen


Energie zu sparen ist nicht nur für den Geldbeutel gut, sondern auch für die Umwelt wichtig. Darum schreibt die Energiesparverordnung des Bundes bereits ab dem 1. Oktober einen verpflichtenden Heizungs-Check vor.

Beim Energiesparen sollen alle ihren Beitrag leisten, das ist die Grundidee hinter den zwei Energiesparverordnungen, die das Bundeskabinett schon im August beschlossen hat. Die erste Verordnung trat schon Anfang September in Kraft und umfasst kurzfristige Maßnahmen, etwa dass private Schwimmbecken nicht mehr per Gas oder Strom beheizt werden dürfen.
Die zweite Energiesparverordnung umfasst dagegen mittelfristige Maßnahmen und soll ab dem 1. Oktober 2022 gelten. Sie ist auf zwei Jahre angelegt und bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats. Ein Punkt, der viele Privatpersonen betrifft, ist die Pflicht zur Heizungsprüfung.

Heizungs-Check in den nächsten zwei Jahren

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Rund 100 bis 150 Euro soll die Heizungsprüfung kosten.

Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das Wirtschaftsministerium schreibt: «Alle Eigentümer und Eigentümerinnen von Gebäuden mit Gasheizungen müssen in den nächsten zwei Jahren einen Heizungscheck durchführen. Sinnvoll ist die Kopplung der Prüfung an ohnehin stattfindende Termine, wie etwa Kehr- und Überprüfungstätigkeiten oder eine reguläre Heizungswartung».
Wichtig, neben dem Check ist man auch verpflichtet, Optimierungen ausführen zu lassen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Gasheizungen effizienter arbeiten. Die Heizungs-Checks sollen von Fachpersonal ausgeführt werden, etwa Heizungsbauer, Schornsteinfeger oder Energieberater.
Der Verordnung zufolge sind die Maßnahmen bis spätestens 15. September 2024 durchzuführen. Aktiv werden müssen die Eigentümer der Gasheizung. Die Kosten dafür lassen sich schwer beziffern, ein einfacher Check ohne zusätzliche Maßnahmen soll aber etwa 100 bis 150 Euro kosten. Zusätzliche Kosten fallen dann für die Optimierungen an, etwa Dämmung von Leitungsrohren.
Die Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung, das ist wirklich der offizielle Name, können Sie im Wortlaut in diesem PDF-Dokument nachlesen.
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Updated: 25. September 2022 — 15:49

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