Clever heizen, kochen und kühlen: So sparen Verbraucher Hunderte Euro

Energie ist derzeit sündhaft teuer. Die Preise für Strom, Gas und Sprit sind auf Rekordwerte gesprungen. Doch Verbraucher können ihre Kosten drücken. Das ist gar nicht so kompliziert.

Wer Energie effizient einsetzt, spart bares Geld. Nach Berechnungen der Verbraucherzentralen fällt im Schnitt rund ein Drittel des Stromverbrauchs auf den Bereich «Elektronik». Wer alte Geräte hat, die besonders viel Strom fressen, sollte sich bei TV-Geräten, Computer und Spielekonsolen informieren, ob es sich rechnet in effizientere Geräte zu investieren.

Richtig heizen hält das Geld zusammen

Beim Heizen haben Konsumenten einen besonders großen Hebel. Verbraucherberater empfehlen:

In Wohnzimmern sind 20 Grad ideal, im Schlafzimmer reichen auch 18 Grad. In selten genutzten Räumen halten die Experten frische 16 Grad für ausreichend. Dabei gilt: Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um rund sechs Prozent.

Aber Achtung: Niemals die Heizung ganz herunterdrehen – sonst droht Schimmel!

Darüber hinaus haben die Experten der Verbraucherzentralen noch eine ganze Reihe Tipps, wie sich Heizkosten drosseln lassen. Die wichtigsten:

  • Heizung herunterdrehen, wenn niemand in der Wohnung ist
  • Heizkörper nicht hinter Möbeln und Vorhängen verstecken
  • Heizungskörpernischen und Heizungsrohre (selbst) dämmen
  • Stoßweise lüften (statt stundenlang das Fenster zu kippen)
  • Heizung entlüften (es darf nicht mehr gluckern)

Im Home-Office auf Sparkurs gehen

Millionen Verbraucher arbeiten aktuell im Home-Office. Wer den ganzen Tag zuhause verbringt, heizt mehr. Wie sich dieser Verbrauch optimieren lässt, steht oben.

Aber auch PC, Monitor und Drucker verbrauchen Strom. Wer Geräte betreibt, die schon in die Jahre gekommen sind, sollte über eine Neuanschaffung nachdenken.

Doch nicht nur neue Hardware, sondern auch einige Einstellungen in Windows können helfen, Energie zu sparen. Windows hat die Kategorie «Netzbetrieb und Energiesparen» – hier lassen sich zahlreiche Einstellungen optimieren. Das geht ganz einfach: Um den Rechner energieeffizient zu machen, schieben Nutzer den Energiestatus-Regler nach ganz links. Das bringt schon etwas. Zusätzlich können Nutzer einstellen, dass sich Monitor und Rechner schon nach wenigen Minuten Inaktivität abschalten oder in den Ruhemodus wechseln.

Standby geht ins Geld

Hier lautet der einfache Rat: Reduzieren Sie den Standby-Betrieb! Das gilt für alle Geräte.

Beispielrechnung: Ein LCD-Fernseher verbraucht im Standby zwei Watt pro Stunde – pro Tag also bis zu 48 Watt. Auf 365 Tage hochgerechnet, ergibt das einen überflüssigen Stromverbrauch von gut 17.500 Watt (17,5 kWh).

Bei einem Durchschnittspreis von 36,19 Cent je kWh – so die aktuellen Werte des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft – macht das rund 6,33 Euro im Jahr.

Das ist noch kein hoher Betrag. Aber jeder Haushalt verfügt über zahlreiche standby-fähige Geräte. Wer die 6,33 Euro Ersparnis pro Jahr auf fünf oder gar zehn Geräte hochrechnet, erzielt deutlich höhere Einsparsummen.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte drücken Verbrauch massiv

Beim Waschen lässt sich viel Geld sparen.

Christin Klose/dpa-tmn

Auch im Haushalt gilt: Wer ein altes Gerät nutzt, verwendet vielleicht eine Energieschleuder. Da kann sich der Kauf eines Neugeräts lohnen. Wichtig ist dabei der Blick auf das Energielabel.

Seit März 2021 gibt es neue Bezeichnungen für die Effizienzklassen, sie reichen von A bis G. Die früheren Klassen von A+++ bis A+ wurden ersetzt, weil sie viele Verbraucher verwirrten. Bei den neuen Klassen gilt: Je weiter vorne im Alphabet der Buchstabe steht, desto günstiger ist der Energieverbrauch.

Kühlschrank

Neben der optimalen Energieeffizienz gibt es auch bei der Nutzung geldwerte Tipps. Viele Kühlschränke sind zu kalt eingestellt – das kostet. Hier raten Fachleute zu sieben bis acht Grad, gemessen im mittleren Fach.

Außerdem kann es sich lohnen, die Geräte in der Küche umzustellen, damit der Kühlschrank möglichst nicht neben warmen Geräten steht. Bei Gefriergeräten wird empfohlen, sie regelmäßig abzutauen.

Kochen

Wer regelmäßig kocht, sollte einen Deckel auf den Topf tun. Das kann bis zu 40 Prozent Energie sparen. Außerdem sinnvoll: möglichst wenig Wasser verwenden.

Waschmaschine

Das regelmäßige Waschen mit Maschine bietet ebenfalls Einsparmöglichkeiten, wie die Webseite «umweltberatung.at» ausführt.

Wichtige Energiespar-Tipps

  • Temperatur senken: 30-Grad-Wäsche wählen statt 90 Grad. Das spart bis zu 50 Prozent der Energie.
  • Kurzprogramm nutzen: Vorwäsche sollten Verbraucher nur bei hartnäckigen Flecken wählen.
  • Voll beladen: Wäsche locker in die Maschine einlegen, oben sollte noch ein bisschen Luft sein. Dann nutzen Sie die die Energie optimal.

Einsparpotenzial:

Annahmen: vier Waschgänge pro Woche

  • 1 mal 60 °C (Verbrauch 1,1 kWh) statt 90 °C (1,7 kWh)
  • 3 mal 30 °C (0,35 kWh) statt 60 °C (1,1 kWh)

Damit lassen sich im Jahr rund 153 kWh sparen. Das macht rund 55 Euro – pro Jahr!

Bei der Beleuchtung sparen – nicht an Helligkeit

Auch die Beleuchtung ist vielfach ein große Stromfresser. Wer das ändern will, nimmt LEDs oder Energiesparlampen statt Glühbirnen oder Halogenlampen. Viel Energie brauchen auch Lampen mit Netzteil – selbst wenn sie ausgeschaltet sind. Tipp der Verbraucherzentralen: Stecker ziehen oder eine abschaltbare Steckerleiste nutzen!

Vor einigen Jahren berechnete die Verbraucherzentrale Energieberatung, wie viel Haushalte bei schonendem Energieverbrauch sparen können – je nach Personenzahl. Setzt man die aktuellen kWh-Preise an, ergeben sich folgende Beträge in Euro:

Die Beträge in der Tabelle sind noch längst nicht die ganze Rechnung. Auch beim Gas lässt sich der Verbrauch senken. Und Autofahren bietet ebenfalls Möglichkeiten.

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Updated: 2. Februar 2022 — 14:45

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