Neuer Spitzenreiter beim Tagesgeld: Diese Bank bietet 4,1 Prozent

Im Wettlauf um die höchsten Sparzinsen übertreffen sich die Banken immer wieder. Tagesgeldkonten werfen endlich wieder ordentliche Renditen ab, und deutsche Banken mischen vorne mit. Zuletzt hatten mehrere Anbieter die 4,0 Prozent Zinsen geknackt.
Knapp ein Drittel der deutschen Geldhäuser fährt noch immer eine Null-Zins- oder Niedrig-Zins-Politik bei Tagesgeldern, besagte zuletzt eine Studie des Vergleichportals Verivox. Demzufolge zahlten von 738 ausgewerteten Banken und Sparkassen 84 immer noch keine Tagesgeldzinsen, weitere 152 Geldhäuser boten lediglich 0,25 Prozent Zinsen. Wer Angebote vergleicht, kann sich aber deutlich höhere Zinsen sichern.
Rechenbeispiel: Legen Sie 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto an, erhalten Sie dafür im bundesweiten Durchschnitt 0,77 Prozent Zinsen, das sind in vier Monaten 25,67 Euro. Beim derzeitigen Spitzen-Zinssatz von 4,1 Prozent bekommt der Sparer als Neukunde im gleichen Zeitraum 136,67 Euro – mehr als fünfmal so viel.
Das Best Tagesgeldkonto der Stellantis Direktbank bietet neuen Kunden 4,1 Prozent für drei Monate garantiert. Es erfordert keine Mindesteinlage, jedoch können Einlagen bis zu 1 Million Euro getätigt werden. Die Zinsen werden jeden Monat ausgezahlt und das Geld kann täglich abgehoben werden. Die Kontoführung ist kostenlos, die Eröffnung erfolgt via VideoIdent oder PostIdent. Nach dem Garantiezeitraum erhalten Anlagebeträge über 100.000 Euro einen variablen Zinssatz von 1,1 Prozent p.a. (Stand: 20.12.2023). Unter dem Dach des Autokonzerns Stellantis tummeln sich neben dem Finanz-Arm so bekannte Fahrzeugmarken wie Opel, Fiat, Peugeot, Citroën, Maserati, Alfa Romeo, Lancia und Chrysler.
Die Advanzia Bank bietet unterm Strich 4,05 Prozent Tagesgeldzinsen, garantiert für drei Monate, wobei die Zinsen monatlich gutgeschrieben werden. Daher wirbt das Geldhaus mit 4,13 Prozent Effektivzins. Hier gilt das Angebot bis zum 31. Januar 2024 nur für Neukunden und es wird eine Mindestanlage von 5.000 Euro gefordert. Dafür besteht keine Deckelung der Anlagesumme nach oben. Für Bestandskunden sowie im Anschluss an den Aktionszeitraum gilt der jeweils gültige Standardzinssatz von derzeit 1,61 Prozent per annum effektiv. Die Advanzia sitzt in Luxemburg, die Kundeneinlagen sind dort mit 100.000 Euro Einlagensicherung pro Person abgesichert.
Mit 4,02 Prozent Zinsen bietet die Openbank, eine Digitalmarke der spanischen Santander-Gruppe, ebenfalls einen starken Tagesgeld-Zinssatz. Garantiert für sechs Monate gibt es das Angebot bis zu einem Anlagebetrag von einer Million Euro. Bitte den Code WILLKOMMEN einsetzen. Darüber hinaus und nach Ablauf der Garantie gilt der Bestandskunden-Zinssatz von 1,0 Prozent. Das Tagesgeldkonto ist an ein Girokonto gekoppelt: Kommen hier monatlich Geldeingänge von mindestens 600 Euro rein, gibt es 3,0 Prozent Zinsen darauf, statt der 1,0 Prozent.
Bei der Renault Bank direkt gibt es jetzt 4,0 Prozent Zinsen mit monatlicher Ausschüttung. Der Spitzenzins gilt für Einlagen bis 250.000 Euro und ist auf eine Zinsgarantie von drei Monaten begrenzt. Über 250.000 Euro Einlage gibt es 2,35 Prozent. Die variablen Zinssätze für Bestandskunden wurden leicht angepasst: Ohne gültige Zinsgarantie erhalten Bestandskunden nun einen variablen Zinssatz in Höhe von 2,90 Prozent per annum für jeden Cent bis 250.000 Euro, für Guthabenanteile darüber gilt ein Zinssatz in Höhe von 2,25 Prozent. Es gelten 100.000 Euro Einlagensicherung qua EU-Verordnung.
Comdirect garantiert Neukunden ebenfalls 4,0 Prozent Tagesgeld-Zinsen, allerdings in Kombination mit der Eröffnung eines Girokontos. 50 Euro Bonus gibt es dafür noch obendrauf, der Aktionszins ist auf sechs Monate festgeschrieben. Unter bestimmten Voraussetzungen ist das Girokonto kostenlos, etwa ab 700 Euro monatlichem Geldeingang. Wer nur ein Tagesgeld-Konto bei der Comdirect eröffnen möchte, erhält 3,75 Prozent Tagesgeld-Zinsen per annum für sechs Monate. Bei beiden Angeboten gelten die Zinsen für maximal eine Million Euro Anlagevolumen. Es gibt keine Mindestanlage-Summe, die Zinszahlung erfolgt zum Ende des Quartals. Nach dem Aktionszeitraum und bei Einlagen über eine Million Euro greift der Standardzins von derzeit 0,75 Prozent. Anders als teils ausgeschrieben ist das Führen des Tagesgeld-Plus-Kontos dauerhaft kostenlos.
3,90 Prozent Tagesgeld-Zins bietet die Suresse Direkt Bank an. Die belgische Tochter der spanischen Santander-Bank zahlt die Prozente auf Einlagen bis eine Million Euro bei sechsmonatiger Zinsgarantie. Ausgezahlt wird monatlich. Darüber hinaus gilt ab dem siebten Monat ein variabler Zinssatz für Bestandskunden, der derzeit 2,8 Prozent beträgt und ebenfalls sehr gut ist.
Die Deutsche-Bank-Tochter Norisbank spielt mit 3,85 Prozent Tagesgeld-Zins vorn mit. Bis 31. März 2024 gilt das Angebot für Guthaben bis 100.000 Euro. Die Zinsauszahlung erfolgt quartalsweise. Nach Ablauf der Angebotsfrist und bei Einlagen über 100.000 Euro gilt der variable Zinssatz von derzeit 1,25 Prozent.
Barclays hält mit 3,85 Prozent Zinsen mit. Das Angebot kann mit der deutschen Einlagensicherung sowie einer sechsmonatigen Zinsgarantie aufwarten und gilt für Einlagen bis 250.000 Euro. Bei höheren Anlagesummen und nach Ablauf der Garantie gilt ein variabler Zinssatz von 1,2 Prozent per annum. Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich.
Die niederländische Neobank Bunq bietet 3,85 Prozent Tagesgeld-Zinsen bei wöchentlicher Auszahlung auf Einlagen bis 100.000 Euro garantiert für vier Monate. Das Bunq-Tagesgeld-Konto nennt sich Easy Savings und ist kostenlos. Wichtig: Vom sogenannten Savings Account lässt sich zweimal im Monat Geld abheben. Verschiebt man eine Summe innerhalb der Bunq-App von einem Savings-Konto auf ein anderes Unterkonto, gibt es keine Reglementierung. Das Fintech fällt unter die holländische Einlagensicherung, womit Summen bis 100.000 Euro abgesichert sind.
Die Opel Direktbank bietet Neukunden einen Zinssatz von 3,85 Prozent per annum. Dieser Zinssatz gilt für die ersten 3 Monate garantiert. Danach gibt es einen variablen Zinssatz von 1,5 Prozent (Stand 06.12.2023). Das Tagesgeldkonto ermöglicht Einzahlungen bis zu 1 Million Euro und bietet eine monatliche Zinszahlung. Die Einlagen sind jederzeit verfügbar und fallen unter die französische Einlagensicherung. Es ist zu beachten, dass die Eröffnung eines Kontos nur per PostIdent möglich ist. Als Neukunde gilt jemand, der in den letzten 24 Monaten kein Tagesgeldkonto bei der Opel Direktbank hatte.
Mit Volkswagen Financial Services, der Hausbank des deutschen Automobilherstellers, positioniert sich eine weitere deutsche Bank weit vorne. Die Autobank zahlt 3,8 Prozent Zinsen bei monatlicher Auszahlung (ergibt einen Zinseszinseffekt) und ohne Maximalanlage. Das Angebot gilt nur für Neukunden mit einer Zinsgarantie von sechs Monaten, danach gilt der Zinssatz für Bestandskunden, der derzeit bei 1,05 Prozent p.a. liegt.
Von der TF Bank aus Schweden gibt es aktuell 3,8 Prozent Tagesgeld-Zinsen für sechs Monate bei bis zu 100.000 Euro Einlage, anschließend winken 1,3 Prozent per annum. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, entsprechend der EU-Einlagensicherung steht die skandinavische Bank für 100.000 Euro gerade, die Rating-Agenturen geben Schweden die bestmögliche Bonität. Gut: Die Antragsstrecke wurde komplett digitalisiert.
Nun folgt die Consorsbank, sie bietet 3,75 Prozent Zinsen, jedoch bei einer vierteljährlichen Ausschüttung. Die Zinsen werden für sechs Monate garantiert. Kaufen Kunden in den ersten vier Monaten nach Eröffnung des Tagesgeldkontos für mindestens 1.000 Euro Wertpapiere oder besparen aktiv einen Sparplan mit mindestens 100 Euro, erhalten sie den Aktionszins sogar für zwölf Monate. Das Angebot gilt für Einlagen bis zu 1.000.000 Euro. Hier gilt die deutsche Einlagensicherung.
Es folgt die ING. Deutschlands größte Direktbank lockt Neukunden jetzt mit 3,75 Prozent aufs Tagesgeld, garantiert für 6 Monate. Das Angebot gilt ausschließlich für Neukunden, die ihr erstes Tagesgeld-Konto eröffnen (heißt bei der ING «Extra-Konto»). Das Tagesgeld-Angebot der ING gilt ab sofort für Einlagen bis 250.000 Euro, darüber hinaus und nach Ablauf der Garantiezeit gilt ein Standardzinssatz von 1,25 Prozent. Die Zinsgutschrift erfolgt bei jährlich.
Auch die J&T Banka aus Tschechien garantiert nun 3,7 Prozent Zinsen, allerdings ohne Zinsgarantie. Ausgezahlt wird im Monatsrhythmus, das Angebot gilt für Einlagen bis zu 500.000 Euro, bis 100.000 Euro greift die europäische Bankensicherung. Für Bestandskunden gilt das Angebot ebenfalls.
Die 1822direkt, eine Tochter der Frankfurter Sparkasse, wartet mit 3,6 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld auf. Das Angebot wird für sechs Monate ab Kontoeröffnung und für einen Anlagebetrag von bis zu 100.000 Euro offeriert. Nach sechs Monaten gilt der Basiszinssatz von derzeit 0,60 Prozent per annum.
Das Angebot richtet sich neben Tagesgeld- auch an Neukunden, die ein Girokonto Klassik, 1822Mobile-Konto oder ein Wertpapierdepot eröffnen. Wer zudem innerhalb der ersten vier Monate nach Eröffnung eines Tagesgeld-Kontos zusätzlich einen Wertpapiersparplan abschließt oder drei Trades über jeweils mindestens 500 Euro tätigt, erhält die 3,6 Prozent Zinsen bis 100.000 Euro garantiert für weitere sechs Monate, also insgesamt zwölf Monate.
Neu eingestiegen in das Tagesgeld-Rennen ist die Targobank mit 3,55 Prozent Zinsen, gültig für sechs Monate. Die Aktion gilt für Beträge bis eine Million Euro. Über der Summe und nach der Angebotslaufzeit wird auf einen variablen Zinssatz von 0,6 Prozent umgestellt. Ausgezahlt wird jährlich. Übertragen Sie in einer zusätzlichen Aktion Ihr Depot mit mindestens 7.000 Euro von einer anderen zur Targobank, sichern Sie sich garantierte 4,0 Prozent Zinsen für 12 Monate aufs Tagesgeld.
Das nächste Angebot aus Deutschland lautet 3,55 Prozent. Anbieter ist Meine Bank, eine Tochter der Raiffeisenbank im Hochtaunus. Die Offerte gilt für sechs Monate und für Einlagen bis 100.000 Euro. Für Bestandskunden sowie nach Ablauf des Aktionszeitraums gilt der jeweils gültige Standardzinssatz von derzeit 2,5 Prozent p.a. bis eine Million Euro Einlage Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich auf das Tagesgeldkonto.
Die DKB bietet ebenfalls 3,5 Prozent Tagesgeld-Zins – garantiert für sechs Monate und gültig für Neu- sowie Bestandskunden. Die Anlagesumme ist nicht begrenzt, die Zinsen werden auf das gesamte Guthaben berechnet. Voraussetzung ist für die Aktion ein Girokonto bei der Berliner Bank, welches ab einem Geldeingang von mindestens 700 Euro monatlich oder unter 28 Jahren kostenlos ist.
Die Commerzbank erhöht auf 3,5 Prozent Zinsen und steigt wieder ins Rennen ums Tagesgeld ein. Garantiert wird der Satz für sechs Monate und bis zu zehn Millionen Euro Anlagesumme. Nach dem Jahr wird der Zins ausgezahlt und aus dem beworbenen Topzinskonto wird ein normales Tagesgeld-Konto mit einem Zinssatz von derzeit 0,75 Prozent per annum und jährlicher Auszahlung. Das Angebot gilt sowohl für Neu- wie auch Bestandskunden, allerdings nur für frische Gelder.
Die Deutschland-Niederlassung der Santander zahlt jetzt 3,5 Prozent Tagesgeld-Zinsen. Hier gibt es eine Zinsgarantie von 6 Monaten mit monatlicher Zinsgutschrift. Nach den ersten sechs Monaten gilt der dann gültige variable Tagesgeldzinssatz, derzeit sind dies 0,3 Prozent. Es gibt keinen Mindest- oder Maximal-Anlagebetrag und die deutsche Einlagensicherung greift. Gut: Das Angebot gilt für Neukunden wie auch Santander-Bestandskunden, die im letzten halben Jahr noch kein Tagesgeld-Konto bei der Bank besaßen.
Die PSD Bank RheinNeckarSaar eG offeriert 3,15 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld für Neukunden. Verzinst wird sechs Monate lang, gedeckelt ist die Aktion für Anlage-Summen bis 50.000 Euro, Einlagen ab 50.000 bis 150.000 Euro werden mit einem Zinssatz von 0,50 Prozent verzinst, darüber gilt ein Zinssatz von 0,30 Prozent per annum. Nach der Aktion gilt der Standardzins, derzeit sind es 0,60 Prozent bis 5.000 Euro, 0,50 Prozent bis 150.000 Euro und 0,30 Prozent bei Summen über 150.000 Euro. Die Zinsauszahlung erfolgt vierteljährlich.
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Wer sein Erspartes länger entbehren kann, sollte sich die Offerten für Festgeld ansehen. Bei zwölfmonatiger Bindung sind aktuell bis zu 4,51 Prozent drin.
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Foto: GettyImages/CHBD

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